Büromaschinenfertigung

08_Bueromaschinen.jpg1906 wurde in Berlin durch Dr. Gustav Mez unter Nutzung des von den Daimler-Motoren-werken eigens erworbenen Warenzeichens die „Mercedes-Bureau-Maschinen G.m.b.H“ gegründet. Das in der hiesigen Region vorhandene Potenzial qualifizierter und billigerer Arbeitskräfte war für Dr. Mez Anlass, auf dem in der Gemarkung Benshausen gelegenen Grundstück des Mehliser Schneidemühlenbesitzers Eckstein ein Fabrikgebäude errichten zu lassen. 1908 wurden die ersten Schreibmaschinen hergestellt. Wachsender Absatz zwang bald zur Erweiterung der Fabrikgebäude. 1917 verlagerte man die Fertigung von Rechenmaschinen vollständig nach Zella. Dort wurde 1922 auch die werkseigene Gießerei erbaut. In einem Teil der ehemaligen Ehrhardt-Werke richtete man 1927 eine Schraubenfertigung ein.

Nach dem II. Weltkrieg wurde die Produktion im Juni 1945 wieder aufgenommen. Mit Material, welches bei Kriegs-ende noch im Werk Steinbach-Hallenberg eingelagert war, produzierte man mit 328 Beschäftigten in der zweiten Woche schon 52 Schreib- und 3 Buchungsmaschinen.

Anfang der 1960er Jahre begann man, dem Trend folgend, mit der Entwicklung von Computern. 1967 erfolgte die Grundsteinlegung für einen Werksneubau in Meiningen. Zwischen 1969 und 1970 wurden die volkseigenen Betriebe „Alda“ Altendambach sowie die Feinmechanischen Werkstätten und Metallwarenfabrik Zella-Mehlis in das Kombinat eingegliedert.

Der Betrieb produzierte bis kurz nach Ende des Bestehens der DDR. Zwischen 1991 und 1999 erfolgte schließlich seine Liquidation.

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