Zella-Mehlis ist reich an Geschichte!

 
Erfahren Sie in den Museen, Stadtmuseum in der Beschußanstalt », Technikmuseum Gesenkschmiede » und Heimatmuseum Benshausen » mehr über die Vergangenheit der Stadt, über deren Berühmtheiten, über Erfindungen, sportliche sowie technische Besonderheiten und lernen Sie Zella-Mehlis und Benshausen von einer anderen Seite kennen!
Viele meinen, nachdem sie ein Stadt- oder Heimatmuseum besucht haben, kennen sie alle, weil sie sich oft ähneln ... unsere Museen sind anders!  Kommen Sie uns besuchen und Sie werden überrascht sein, wie ein Museum sein kann, klar gegliedert, informativ, interessant gestaltet ... und Sie werden dann wissen, was die Welt ohne Zella-Mehlis wäre – undenkbar!

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Die Reihe der Zella-Mehliser heimatgeschichtlichen Beiträge wird mit einem sechsten Heft fortgesetzt. Diesmal widmet sich Konrad Elßman der Geschichte des ehemaligen VEB(B) Baumechanik Suhl − einem Stahlbau- und Baumaschineninstandsetzungsbetrieb in Zella-Mehlis.

Am 1. März 1957 beauftragte der Bezirkstag Suhl die Abt. Aufbau des Rates des Bezirkes mit der Bildung eines bezirksgeleiteten Baumaschinenbetriebes. Anlass dazu waren zu hohe Reparatur-, Stillstands- und Wartezeiten der Baumaschinen im Bezirk Suhl und der dadurch verursachte mangelnde Fortschritt der Bauarbeiten. Nach andauernden Querelen bestimmte der Rat des Bezirkes 1959 die Hollandsmühle als Standort für den neuen Baumaschinenreparaturbetrieb. Am 24. September 1960 wird der Baumaschinenreparaturbetrieb in das Handelsregister der Abt. Finanzen, Sachgebiet Staatliches Eigentum des Rates des Kreises als juristisch selbständiger Betrieb eingetragen und dem Bezirksbauamt beim Rat des Bezirkes Suhl unterstellt.

Nach dreißigjähriger Existenz beendete der Betrieb seine Tätigkeit unter der Firmenbezeichnung Baumechanik Suhl. Nach der Wende nannte er sich zunächst Stahlbau und Umwelttechnik GmbH, Zella-Mehlis. Eine Zeit lang arbeitete im Betrieb die Multicarinstandsetzung als Vertragswerkstatt des Herstellers.

In den weiteren Jahren erfolgte der Abriss der alten Ehrhardtschen Fabrikgebäude, die Demontage des Speisesaals und des gesamten Stahlbaubereiches samt Einrichtung. Die Reparaturhalle wurde zur Lagerung von Streusalz genutzt, vom Verwaltungsgebäude entfernte man die Dachbinder aus Stahl und gab das Gebäude dem Verfall preis.

Das Gelände der Baumechanik verkam zu einer trostlosen Industriebrache. In den Ruinen derselben drehte eine amerikanische Filmgesellschaft im Jahr 2015 einen Horrorfilm, zu dem sie passende Kulissen benötigte.

2016 hat die Stadt Zella-Mehlis das 4,5 Hektar große Gelände in unmittelbare Nähe zur Autobahn gekauft, um es als Gewerbegebiet neu zu erschließen. 2018/19 wurden deshalb alle Bauten abgerissen. An die alte Baumechanik erinnert nichts mehr.

Aus dem Inhalt
Aus dem Inhalt der Broschüre zur Geschichte der Baumechanik

Aus diesem Grunde entstand das vorliegende Heft. Es soll die Erinnerung an einen Zella-Mehliser Betrieb wachhalten, der 30 Jahre erfolgreich gearbeitet hat und ein kleiner Beitrag zur umfangreichen Industriegeschichte unserer Stadt sein.

Die Broschüre kann im Stadtmuseum in der Beschußanstalt, im Technikmuseum Gesenkschmiede oder hier im Online-Museumsladen erworben werden.