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Museen Zella-Mehlis

Willkommen

Zella-Mehlis ist reich an Geschichte!

 
Erfahren Sie in den Museen, Stadtmuseum in der Beschußanstalt », Technisches Museum Gesenkschmiede » und Heimatmuseum Benshausen » mehr über die Vergangenheit der Stadt, über deren Berühmtheiten, über Erfindungen, sportliche sowie technische Besonderheiten und lernen Sie Zella-Mehlis und Benshausen von einer anderen Seite kennen!
Viele meinen, nachdem sie ein Stadt- oder Heimatmuseum besucht haben, kennen sie alle, weil sie sich oft ähneln ... unsere Museen sind anders!  Kommen Sie uns besuchen und Sie werden überrascht sein, wie ein Museum sein kann, klar gegliedert, informativ, interessant gestaltet ... und Sie werden dann wissen, was die Welt ohne Zella-Mehlis wäre – undenkbar!

Neuigkeiten

Objekt des Monats Januar 2022 – Schmuck aus Haaren

Uhrkette aus Haar

Es gibt Dinge, die sich einst großer Beliebtheit erfreuten, welche heute allerdings eher als befremdlich oder unheimlich empfunden werden. Dazu zählen besonders solche Objekte, wie diese Uhrkette aus menschlichem Haar. Vom Ende des 18. bis zum Übergang in das 20. Jahrhundert gab es einen besonderen Andenken- bzw. Freundschaftskult, bei dem aus Haaren gefertigte Gegenstände zu einer regelrechten Mode gediehen. In jener Zeit galten Haare als kostbar und etwas sehr Persönliches und es bedeutete den Menschen viel, die Haare eines anderen zu besitzen. Ihnen wurde eine besondere Lebenskraft zugeschrieben, sie galten als Sitz des Lebens, ja gar der Seele. So sollten Kindern daher die Haare nicht vor dem ersten Lebensjahr geschnitten werden und noch heute bewahren manche Eltern Teile des ersten Haarschnitts ihrer Kinder sorgfältig auf. Haare wurden zu verschiedensten Schmuckstücken verarbeitet, wie Uhrketten, Medaillons, Ringen, Anhängern und auch zu Erinnerungsbildern, welche zum Gedenken an ein besonderes Ereignis oder an einen Verstorbenen dienten.

Totengedenken

Solche Haarkränze, wie dieser Trauerschmuck aus Kühndorf („Zum Andenken an meine gute Mutter!“), wurden aus Haaren verstorbener Personen geflochten und zur Erinnerung in einem Glaskasten aufbewahrt

Oftmals haben die Bräute, als Zeichen der tiefen Verbundenheit, wie unsere hier vorgestellte Taschenuhrketten für ihren Verlobten bzw. Ehemann hergestellt. Diese wurden möglichst von der Schenkerin selbst angefertigt, jedoch wurden auch Friseure oder Juweliere mit solchen Arbeiten beauftragt.

Uhrkette aus Haar

Ein weiteres Beispiel einer erst kürzlich in den Bestand aufgenommenen Uhrkette, dem Geliebten zum Geschenk, die dieser dann stets bei sich trug – welch romantischer Gedanke!

Die meisten dieser Schmuckstücke aber waren entweder Klosterarbeiten, wurden in Lohnarbeit von Heimarbeiterinnen oder von Friseuren und Perückenmachern hergestellt. Letztere waren wegen der Französischen Revolution, praktische über Nacht, arbeitslos geworden und fanden hier neue Möglichkeiten, mit ihren Fähigkeiten Geld zu verdienen. Für die Herstellung der zarten Objekte kamen verschiedene Techniken zur Anwendung. Blütenkränze und Blumensträuße wurden mit Schlingen- und Schlaufentechnik angefertigt. Hierfür wurde das Haar geflochten, gewoben oder geklöppelt und oft noch mit Silber- und Golddrähten oder Perlen angereichert. Schließlich wurden viele dieser fragilen Arbeiten zum Schutz hinter Glas gerahmt.

Brautschmuck

Bei diesem Hochzeitsandenken (um 1800) ist eines der Sträußchen aus den Haaren der Braut für ihren Bräutigam gefertigt.

Mit der einsetzenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurden solche Haararbeiten dann auch von größeren Unternehmen produziert. Nur durch eigens entwickelte spezielle Maschinen konnte die stetig wachsende Nachfrage gedeckt werden. Die Fassungen dieser „Massenware“ waren dann meistens aus dünn vergoldetem Kupfer- oder Messingblech, selten wurde auch Silber oder Gold verarbeitet. Die Geschichte des Haarschmucks endet, wie die Ausbildungsunterlagen des Friseurhandwerks belegen, schon bald nach dem Ersten Weltkrieg.

Zella-Mehlis verbindet
 

Ausstellungen

Plakat

Plakat

Sonderausstellung Industriegeschichte

Öffnungszeiten

Stadtmuseum in der Beschußanstalt und
Technisches Museum Gesenkschmiede

Montag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Dienstag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Freitag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Samstag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Feiertags: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

An vier Tagen bleiben die Museen geschlossen:
Neujahr, Christi Himmelfahrt, Heiligabend und Silvester.

Heimatmuseum Benshausen

Das Heimatmuseum Benshausen hat 2022 an folgenden Tagen von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet:

12. Juni, 25. Juni, 10. Juli, 14. August, 11. September, 9. Oktober, 13. November und 11. Dezember

Besuche zu anderen Zeiten nur nach vorheriger Vereinbarung.

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Zella-Mehlis –
Historisch gewachsene Wirtschaftskraft

Zella-Mehlis kann auf eine bewegte und erfolgreiche Wirtschaftsgeschichte zurückblicken. Hier wurde der Lauf von internationalen Automarken beeinflusst, Weltkonzerne gegründet und dafür gesorgt, dass James Bond die Welt retten kann. Und auch heute finden sich hier Wirtschaftszweige, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Die Langversion dieses Filmes, welcher in Zusammenarbeit mit mamoni media » entstanden ist, können Sie im Technischen Museum Gesenkschmiede » sehen.

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